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Mit Jerkbaits auf den Bodden - Das zweite Hybrida-Teamtreffen

Es ist Ende Oktober als Gregor, Kevin und ich gen Rügen aufbrechen. Die Wetterprognosen für die zweite Boddentour des Hybrida Teams stimmen positiv, denn bei einem böigen Wind aus Süd-West sollte die Ausfahrt an jedem Tag möglich sein. Fünf Angeltage für die Hechte und Barsche des Schaproder Boddens stehen uns zur Verfügung.

Frisch ist es in den Morgenstunden, doch schon bald, wenn die Sonne an Höhe gewonnen hat, wird es für das Tragen eines Floaters entschieden zu warm. Auch unter der Wasseroberfläche macht die Herbstsonne ihren Einfluss geltend. Das brackige Boddenwasser weist eine Temperatur von 12- 14°C auf. Andernorts wurden sogar 16°C gemessen. Wohlgemerkt: Es ist Ende Oktober! In den letzten Jahren betrug die Wassertemperaturen zu dieser Zeit um die 8°C. Und das hatte, wie wir sehr schnell feststellen mussten, einen großen Einfluss auf die Gewohnheiten unserer Zielfische.

Herbst = Big Bait? Normalerweise beginnt im Herbst die eigentliche Stunde großer Köder. Mit ihnen lockt man die oft kälteträgen Raubfische aus ihrer Lethargie. XXL-Gummisohlen und deftige Wobbler wie der Hybrida B-3 sind dann das erste Mittel, um der Geschmacksvorliebe der Hechte zu entsprechen. Mit dieser Theorie im Hinterkopf montieren wir die Boddenklassiker B-3 und K-3 an unsere Ruten und können sehr schnell die ersten Fischaktivitäten in Form von Fehlbissen und Nachläufern verzeichnen. Hin und wieder bleiben knapp gehakte Hechte der Mittelklasse am hinteren Drilling kleben. Zum Mäusemelken! Irgendetwas geht hier schief und es geht soweit, dass ich am zweiten Tag der Tour bis in den Nachmittag hinein nicht einen Biss habe, während Kevin und Gregor jeweils sechs oder sieben Hechte auf der Habenseite verbuchen.

Angesäuert wechsle ich die schwere Swimbaitrute gegen leichteres Gerät und präsentiere einen J-2, um vielleicht mit seiner Hilfe einen Schneider abzuwenden. Nach wenigen Würfen scheppert es in der Rute und am Ende der Schnur sorgt ein Mitsechziger für ordentlich Aufsehen. Die Haken des 12cm langen Modells sitzen sauber, sodass der Fisch gar nicht erst ins Boot gehoben wird. Schnell weiter angeln! Schließlich stehen Hechte dieser Größe oft dicht bei einander. Und tatsächlich, mit dem nächsten Wurf folgt der zweite Fisch. Mit dem J-2 kann ich mich zumindest noch um weitere fünf Fische vorarbeiten, ehe uns die Dämmerung zur Heimkehr zwingt. Als wir im Hafen ankommen, haben schon die meisten Angler ihre Utensilien verstaut und lassen den Tag Revue passieren. "Heute war Pike Watching angesagt", heißt es immer zu, " ... Viele Fische gesehen ... auch gute. Aber hängen blieben sie nicht ... nur Schwanzabbeißer. "Es erging den anderen Booten offenbar nicht anders als uns; nur hatten wir das Glück, dass am Ende des Wobblers ein Drilling wartete. Im weiteren Gesprächsverlauf erfahren wir, dass die gelandeten Fische zum großen Teil flach verführt wurden. Sollte das der Grund sein? Stehen die Fische vielleicht einfach eine Etage höher als erwartet? Zumindest würde es unsere Distanzbisse und die etlichen Nachläufer erklären.

Jerkbait-Zeit.

Am nächsten Morgen setzen wir unsere Driften dort fort, wo wir tags zuvor aufhören mussten. Kevin fischt eisern den B-3 weiter und landet den ersten Boddenhecht des Tages, mit guten 90cm kein schlechter! Gregor und ich setzen auf Jerkbaits und schlenzen unentwegt den 15cm langen J-1 schräg in Andrift. Es funktioniert. In kurzen Abständen kassieren wir Attacke auf Attacke und können einige Fische landen. Klar, bedingt durch den Wind, kann nur ein Bruchteil der Bisse pariert und in einen gelandeten Fisch verwandelt werden. Doch wenn am Ende des Tages trotzdem 30 Hechte gezählt werden dürfen, so macht dies die Dunkelziffer in jedem Fall wett!

Wir haben den Schlüssel gefunden, der den Hechten das Maul öffnet. Im Zick-Zack-Kurs wandern unsere Jerks über die weit ausgedehnten Boddenflächen. Sobald wir prägnante Kanten in Wurfweite vorfinden, ankern wir und fischen den Bereich systematisch aus, bevor wir zur nächsten Drift ansetzen. Auf diese Weise bescheren uns die Jerkbaits von Hybrida in den letzten drei Tagen der Tour eine phänomenale und spektakuläre Angelei, mit der wir in dieser Art nicht gerechnet hätten - jedenfalls im Herbst nicht. Vieles konnte ausprobiert werden, sogar Topwaterhechte waren dabei.

Aus welchem Grund auch immer, es gibt diese Tage, an denen die dicksten Hechte in den flachsten Bereichen lauern. Wir haben eine solche Periode abgegriffen und - im Rückblick betrachtet - ganz gut gemeistert. Nicht zu vergessen die versprenkelten Barschtrupps, die sich hier und da hungrig zeigten und mit kleineren Twitchbaits überlistet werden konnten.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für den zuverlässigen Service beim Team Bodden-Angeln und die schönen Abende mit Robert Balkow, Mathias Fuhrmann, Rocco Kubbe und bei Benny Dittmann!

Weitere Fangbilder und Ködertipps findet Ihr auf www.hybridalures.com und der Facebook-Team-Seite. Und wem das noch immer nicht genügt, der kann sich eine ganze Ladung an Fangbildern und Infos zum Angeln auf den Bodden bei unserem Kumpel Eric von PIKE-INFERNO abholen! Viel SpaZz beim Stöbern! Zum Abschluss nur noch ein kleiner Ausschnitt bewegter Bilder: